3. Abschnitt "Achse zum Rhein"

Bereich um die Caponniere

Im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt wird derzeit als Teilprojekt der sogenannten "Achse zum Rhein" in der Mainzer Neustadt das Umfeld der Caponniere überplant (3. Abschnitt).
Ziel ist die Schaffung eines Aufenthaltsortes, der sowohl den Übergang Wasser/Rhein – Grüne Achse erlebbar macht, als auch den historischen Bezug des Ortes in Szene setzt. Entsprechend soll ein attraktiver Erholungs- und Aufenthaltsort angeboten werden, der das Bewusstsein und die Wahrnehmung der historischen Bezüge als auch der hochwertigen Umgebung fördert.

Die Gestaltung des Bereichs um die Caponniere gliedert sich in zwei Teilflächen. Zum einen wird das direkte Umfeld des historischen Gebäudes mit dem teilweise noch vorhandenen historischen Kopfsteinpflaster im direkten Übergangsbereich Feldbergplatz-Rheinufer-Treppe, einschließlich der Darstellung der alten Torgrundrisse, hervorgehoben.
Diesem schließt sich rheinaufwärts der Übergangsbereich in das vorhandene Neustadt-Rheinufer an, der als eigenständige Platzfläche einen neuen Aufenthaltsort mit vertrauten Elementen darstellt.

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TIPP: Wenn Sie auf die "blau markierte Überschrift" (Vorplanung/Überarbeitung) klicken, öffnet sich die Detail-Planung in einem extra Fenster.

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Erster Entwurf | Vorplanung

Am 28. Januar dieses Jahres fand die Bürgerbeteiligung zur Aufwertung des Bereichs um die Caponniere (3. Abschnitt „Achse zum Rhein“) in der Gymnastikhalle der Feldbergschule statt, bei der die ersten Planungsideen durch die beauftragte Planerin, das Grün- und Umweltamt und das Quartiermanagement vorgestellt wurden.

Hier eine Zusammenfassung der Anmerkungen die bei der Beteiligung geäußert wurden sowie eine Zusammenfassung der Rückmeldungen die im Nachgang per Mail eingereicht wurden erstellt:

+
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Wegfall der Parkplätze
- Ort/Platz soll als Treffpunkt geschaffen werden
- Widerrechtliches Parken/illegale Nutzung/Wildparken entfällt
- Weniger Lärm, mehr Ruhe ohne Autos

Wegfall der Parkplätze
- keine Alternative(n) in unmittelbarer Umgebung

 

Historische Elemente werden aufgegriffen und dem Platz somit ein „Gesicht gegeben“

Gesamtplanung des Rheinufers fehlt

Die Planung wird als schön bewertet und die
Verfolgung der „grünen Idee“ als positiv
- Ort der Erholung/Naherholung am Rheinufer
- Erhöhung der Lebensqualität
- zukunftsorientiertes Handeln für das Allgemeinwohl
- Steigerung der Attraktivität des Rheinufers

Konflikte durch viele unterschiedliche Nutzungsgruppen (Zufußgehende,
Fahrradfahrende, Erholungssuchende)
könnten entstehen

Barrierefreiheit/-armut durch neues Pflaster,
Barrierefreier Zugang zum Spielplatz

- Barrierefreier Ausbau könnte missbraucht werden

Anmerkungen/Bedarfe:

  • Mehr Grün/mehr Rasen/mehr Bäume
    große Bäume als Schattenspender
    Erweiterung des Platzes mit mehr Grün
  • Mehr Sitzmöglichkeiten
    Sitzplätze um die Bäume (Schatten)
    Sitzplätze Richtung Rhein ausrichten (Lärm)
    Keine Metallstreben in Bänke, schöne Bänke
  • Trinkbrunnen, Wasserspiel am Rhein?
  • Wurzelwerk der Bäume hat Pflaster angehoben, begradigen
  • Pächter Caponniere:
    Prüfung des Lieferverkehrs (Schlüssel für Poller)
    Verschiebung seiner 4 Baulast-Parkplätz näher Richtung Caponniere
  • Kommunalwahl bestätigt Umgestaltung Rheinufer

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Aufgrund der Bestimmungen rund um die Corona-Krise können die Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung und damit einhergehend die überarbeitete Planung nicht wie gewohnt im persönlichen Kontakt bzw. in einer Informationsveranstaltung vorgestellt werden. Da wir Sie aber dennoch über die überarbeitete Planung informieren möchten, haben wir sie hier zur Verfügung gestellt:

Überarbeitung

Im Nachgang wurde die Planung in Abstimmung mit den Fachämtern überarbeitet, wobei die Anregungen und Einwände der beteiligten Bürgerinnen und Bürgern, soweit möglich, eingearbeitet bzw. berücksichtigt wurden. Wegen unterschiedlicher Belange und gesetzlicher Auflagen konnten leider nicht alle Anregungen eingearbeitet werden.

Parkplätze
Das erklärte Ziel der Planung des Umfeldes der Caponniere ist das Freistellen der Freiflächen vom ruhenden Verkehr (entsprechend der bereits 2005 beschlossenen Einziehung des Rheinufers), so dass der Raum Zufußgehenden, Radfahrenden und Erholungssuchenden vorbehalten bleibt, was die Verkehrssicherheit, insbesondere im geplanten barrierefreien Zugangsbereich des Kinderspielplatzes erhöht und gleichzeitig das Erleben am Wasser aufwertet. Ebenso wird dadurch die Attraktivität der nicht in Frage stehenden Außengastronomie der Caponniere gesteigert.

Der  Nachweis der notwendigen Stellplätze der Caponniere wird auf der angrenzenden Privatfläche der Stadt Mainz erbracht. Auf Wunsch des Pächters werden die Parkplätz näher Richtung Caponniere verschoben. Um seinen Lieferverkehr zu gewährleisten, bekommt der Pächter der Caponniere einen Schlüssel für die Poller.

Barrierefreiheit
Unterschiedliche Beläge betonen die Teilbereiche und sorgen für eine barrierefreie/-arme Querung der gesamten Fläche.
Der Belag zwischen den Gleisen wird so gut es geht angearbeitet (geschnittenes Pflaster), dass die Stolpergefahr minimiert und die Barrierefreiheit maximiert wird. Durch die vorhandenen Schienen und Weichen, die unter Bestandsschutz stehen, ist eine 100%ige Sicherheit aber nicht möglich, da die Gleise aus Metall sind und bei unterschiedlichen Temperaturen arbeiten.

Der Zugang zum vorhanden Spielplatz wird barrierefrei gestaltet und bekommt hinter dem Rammbock einen neuen Eingang.

Begrünung
Durch die Vergrößerung der Grünfläche zum Spielplatz hin sowie eine Vergrößerung der Grünfläche zum Rhein hin, wurde dem Wunsch nach mehr Grün entgegen gekommen. Die drei neuen Bäume auf dem Platz vor dem Spielplatz bekommen eine Sitzumrandnung, um an heißen Tagen den Schatten der Bäume genießen zu können. Zusätzlich werden vier weitere Bäume Richtung Adenauer Ufer gepflanzt. Der Platz erhält durch diese zusätzlichen Baumstandorte mehr Aufenthaltsqualität.

Trotz des Wunsches nach mehr Grün, soll der historische Charakter des Ortes um die Caponniere weiterhin ablesbar sein. Der 1887 errichtete Wehrbau, die Gleisanlage und das Bestandspflaster sind Zeugen einer vergangenen Zeit, die für die Zukunft erhalten bleiben soll. Aus diesem Grund kann keine Begrünung der gesamten Fläche erfolgen.

Gesamtplanung
Der Bereich um die Caponniere gehört aus planerischer/förderrechtlicher Sicht zur "Achse zum Rhein". Es handelt sich nach der Feldbergstraße und der Grünen Brücke um den 3. Abschnitt.
Neben der "Achse zum Rhein" wird die Umgestaltung des Rheinufer in seiner Gänze ebenfalls geplant. Es gilt, das Bindeglied Caponniere im Verlauf des Rheinufers sowohl mit der aus der Innenstadt anschließenden Grünanlage gleichwohl zu verbinden, wie mit dem noch zu entwickelnden Part in Richtung neues Quartier Zollhafen.

Kosten
Das Projekt "Achse zum Rhein, 3. BA" wird gefördert durch das Bund-Länder-Städtebauförderprogramm Soziale Stadt/Sozialer Zusammenhalt. Die Landeshauptstadt Mainz profitiert von einer 90%igen Förderung der förderfähigen Kosten.
Insgesamt wird von Kosten in Höhe von ca. 460.000 € ausgegangen.

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Gerne stehen wir für Rückfragen oder Anmerkungen zur Verfügung. Sie können das Quartiermanagement telefonisch unter 06131 12-3150 oder per Mail unter johanna.fuchs@stadt.mainz.de erreichen.