Stadtteilpark am Regenrückhaltebecken wird umgestaltet

Auf Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Lerchenberg soll das Areal am Regenrückhaltebecken nördlich der Regerstraße umgestaltet werden.

2017 fanden dazu zwei Beteiligungsveranstaltungen für die Bewohnerinnen und –bewohner des Stadtteils statt. Eine weitere Möglichkeit sich über den Stand der Maßnahme zu informieren, gab es bei einer Jahresauftaktveranstaltung der Ortsvorsteherin im Januar 2019 sowie bei der Informationsveranstaltung des Programms Soziale Stadt am 10. September 2019, die die Veranstaltungsreihe für die Bürgerschaft abrundete.

Die Neugestaltung des Stadtteilparks soll mit gezielten Eingriffen Naherholungsmöglichkeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner des Lerchenbergs wiederherstellen und den hohen Erlebniswert der vorhandenen Landschaft, sowie die Erfahrung mit der Flora und Fauna der Bestandshabitate fördern. Das Prinzip des ‚gezielten Eingriffs‘ will die Beeinträchtigung der vorhandenen Flora und Fauna verringern und gleichzeitig die Wertschätzung der natürlichen Ressourcen in der unmittelbaren Umgebung erhöhen.

Die Umgestaltung des Stadtteilparks hat am 13. Januar 2020 begonnen. Aus Vogelschutzgründen werden die Bauarbeiten in der Brutzeit von heimischen Vogelarten pausieren. Der Abschluss von Bauarbeiten erfolgt voraussichtlich im Spätsommer bzw. im Herbst 2020.

 

 

Aktueller Stand im Mai 2020

 

Beschreibung der Maßnahme

Das Integrierte Entwicklungskonzept (IEK) von 2010 sieht die Umgestaltung der Flächen nördlich der Regerstraße, Regenrückhaltebecken (RRB) und Umfeld, als potentielles und notwendiges Projekt im Rahmen des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt im Regionalfenster Mainz-Lerchenberg vor. Gerade im Hinblick auf den hohen ökologischen Wert der Anlage sowie ihre steigende vernetzende Funktion zwischen der Wohnbebauung (Regerstraße und SOKA-Bau), dem Carl-Zuckmayer-Zentrum, dem Einkaufszentrum sowie der Draiser Senke, ist eine behutsame und umweltschonende Planung vom hohen Wert.

Neben der räumlichen Vernetzung sowie der ökologischen Nachhaltigkeit spielt im Rahmen der Maßnahme „Stadtteilpark“ darüber hinaus die soziale Komponente eine erhebliche Rolle. Der Mainzer Stadtteil Lerchenberg zeichnet sich durch eine besondere demografische Struktur aus – laut der stadtübergreifenden Statistik ist der prozentuale Seniorenanteil in Lerchenberg vergleichsweise am höchsten. Gleichzeitig leben die meisten Familien mit Kindern auf dem Lerchenberg im zentralen Bereich des Stadtteils, Lerchenberg-Mitte – und somit in der Nähe des Planungsstandorts. Bisher gibt es auf dem Lerchenberg wenige Flächen, die allen Generationen eine Erholungs- und Kommunikationsmöglichkeit bieten. Im Rahmen der Maßnahme „Stadtteilpark“ soll dies, vor allem im Hinblick auf die neu entstandenen barrierefreien Wohnungen in der direkten Umgebung (SOKA-Bau), Berücksichtigung finden.

Zwei Beteiligungsveranstaltungen haben im Juni und im August 2017 stattgefunden. Die Fördergelder wurden im September 2017 beantragt.