IEK - Integriertes Enwicklungskonzept

Das Bund-Länder-Programm 'Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die Soziale Stadt' wurde 1999 ins Leben gerufen und richtet sich an benachteiligte Stadtteile und deren Bewohner/innen. Ziel ist, ausgewählte Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf durch eine gezielte Förderung von Maßnahmen und Projekten und eine enge Kooperation mit Bewohnern und Akteuren vor Ort zu stabilisieren und sie zu Stadtteilen bzw. -quartieren mit positiver Zukunftsperspektive zu entwickeln.

Verfolgt wird hierbei eine enge Verknüpfung sozialer, kultureller, ökonomischer und ökologischer Handlungsfelder. Auf breiter Ebene soll die Bereitschaft gestärkt werden, an der Gestaltung der Stadtteile mitzuwirken und die Lebenssituation nachhaltig zu verbessern.

Die Stadtverwaltung Mainz beteiligt sich seit dem Jahr 2001 mit insgesamt drei Regionalfenstern (Berliner Viertel, Finthen-Römerquelle, Mainz-Neustadt) am Bund-Länder-Programm 'Soziale Stadt'. Die Maßnahmen in den Programmgebieten 'Berliner Viertel' und 'Finthen-Römerquelle' wurden zum Jahresende 2006 abgeschlossen. Der Stadtteil Mainz-Neustadt wird weiterhin gefördert.

Im Ergebnis der 'Sozialraumanalyse Mainz 2005' (Analyse der sozialräumlichen Struktur / Abgleich der Sozialräume der Stadt) wurden weitere Programmgebiete der 'Sozialen Stadt' vordefiniert. In einem Auswahlprozess unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern wurden durch die Stadtverwaltung im Juli 2007 'Alt-Mombach' und 'Lerchenberg' für die Vorbereitungsphase des Bund-Länder-Programms 'Soziale Stadt' ausgewählt.

In der Gebietstypisierung der Stadtbezirke wurde Lerchenberg-Mitte als ein Stadtteil mit hohen Belastungen in allen Entwicklungsbereichen klassifiziert. Wesentliche Indikatoren sind u.a. die hohe Konzentration an Migranten/innen sowie staatlichen Transferhilfeempfänger/innen im Quartier Mitte, überforderte Nachbarschaften, die demographische Entwicklung, der Zustand des Quartierszentrums, fehlende Wohnumfeldqualitäten im Bereich der öffentlich geförderten Wohnbebauungen sowie unzureichende Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren.

Das gesamte Integrierte Entwicklungskonzept für den Stadtteil Lerchenberg finden Sie hier.